Naturheilpraxis
Gabriele Wieland
Heilpraktikerin
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Homöopathie

„Similia similibus curentur“ – Regulationstherapie in der Naturheilkunde

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Gabriele Wieland

Similia similibus curentur“

Historischer Hintergrund

Samuel Hahnemann (1755-1843) studierte in Leipzig Medizin, später auch noch Chemie. Sein Forschergeist ließ ihn mit den damaligen Behandlungsmethoden hadern, die er "Symptomkuriererei" nannte, und trieb ihn sogar so weit, dass er seine Praxis schloss und seine bereits 6-köpfige Familie mit Übersetzungen über Wasser hielt.

Die Übersetzung des Arzneimittelbuches des Engländers Cullen stieß ihn auf die Chinarinde. Er nahm sie ein und entwickelte Symptome, die er vom Wechselfieber/Malaria kannte. Die Rückschlüsse aus diesem immer wiederholten Experiment an sich selbst werden als Geburtsstunde der Homöopathie bezeichnet (1790).

Das Ähnlichkeitsprinzip

Hahnemann formulierte in der Folge das "Ähnlichkeitsprinzip": „similia similibus curentur“, dem zugrunde liegt, dass ein Mittel, das beim Gesunden Symptome einer Krankheit hervorruft, beim Kranken diesem zur Heilung verhilft.

Potenzierung

Um die Wirksamkeit der Methode zu verfeinern, entwickelte er das System der Verreibung/Verschüttelung/Potenzierung, wodurch von den Ausgangsstoffen meist keine Inhaltsstoffe nachweisbar sind, die Wirksamkeit der Mittel dennoch erhöht wird und Nebenwirkungen verschwinden (zB bei Giftsubstanzen).

Abgrenzung zur Phytotherapie

Wo liegt der Unterschied zu Pflanzenheilkunde, der Phytotherapie?

Im Unterschied zur Phytotherapie werden in der Homöopathie nicht nur pflanzliche Ausgangsstoffe verwendet, sondern auch tierische, mineralische, energetische (zB Mondlicht) sowie Mittel aus krankem Material, Sekret, Blut, Erregern (Nosoden).

Grundsatz und Kernsatz

Grundsatz: Die Homöopathie ist eine Regulationstherapie. Wie andere naturheilkundliche Maßnahmen auch (Akupunktur usw.) regt sie die vorhandene Körperenergie derart an, dass ein Heilprozess eingeleitet wird (Harmonie).

Kernsatz: Nur von dem, was gesund ist, kann ein Heilimpuls ausgehen.

Vorgehensweisen in der Behandlung

Es gibt unterschiedliche Vorgehensweisen in der homöopathischen Behandlung:

Die klassische Homöopathie läuft in der Regel auf eine Behandlung der Gesamtkonstitution des Patienten hinaus. Der Therapeut versucht, das passende Mittel nach stundenlanger Anamnese entsprechend der außergewöhnlichen Besonderheiten, die aus dem Patienten zu ihm „sprechen“, herauszufinden und damit in der Grunddisposition einen Impuls über das Simile zu geben. In diesen Fällen kommen höhere Potenzen C oder LM zur Anwendung, die meist mit wenigen Gaben auskommen.

Die niederen Potenzen (D), unter Umständen mit gelegentlich einem Einzelmittel kombiniert das eine Urtinktur ist, also nicht potenziert wurde (sehr gut zB.: Crategus – Herz-, Mariendistel – Leber-Zellregeneration) finden oftmals Anwendung in der Komplexmittelhomöopathie. Hier gibt es äußerst wirksame und bewährte Mittel, die sich auf Symptomkomplexe konzentrieren. Diese Mittel werden meist mehrmals am Tag über einen gewissen Zeitraum gegeben.

Die anthroposophische Medizin sei hier ebenfalls erwähnt, die sowohl Einzelmittel als auch hervorragende Komplexmittel gemäß der anthroposophischen Menschenkenntnis in homöopathischen Niederpotenzen anbietet, wobei der Schwerpunkt auf das Geistig-Seelische gelegt wird.

In diesem Zusammenhang sei auch noch die Spagyrik erwähnt. Spagyrik ist eine Form der Medikation, die „Trennen und neu Vereinen“ bedeutet und nach klaren Vorschriften durch diesen Prozeß eine Wirkverstärkung zum Ziel hat.

In Deutschland wird sie ebenfalls zur Homöopathie gerechnet obwohl nicht immer eine Potenzierung stattfindet.

Grenzen der Homöopathie

Grenzen der Homöopathie

Die Errungenschaften der Schulmedizin sind unumstritten. In Einzelfällen müssen Therapeut und Betroffener die individuell richtigen Maßnahmen erwägen (Operationen usw) und die Homöopathie unter Umständen als Begleittherapie zu schulmedizinischem Vorgehen in Betracht ziehen.

Behandlungsmethoden sind so individuell wie wir Menschen.

Resüme

Resüme: Die Homöopathie hat Stärken und Vorteile gegenüber schulmedizinischen Methoden, weil sie, abgesehen von Erstverschlimmerungen, nebenwirkungsfrei, sanft und gezielt wirkt und sehr preiswert ist. Sie bietet sanfte Alternativen zur Heilung bei chronischen Erkrankungen aber auch in Akutfällen. Homöopathie behandelt den ganzen Menschen: Körper, Geist und Seele – also auch die psychische Erkrankungen.

Das Ziel einer homöopathischen Behandlung ist, das emotionale und biologische Gleichgewicht des Menschen herzustellen, was seine Abwehrkräfte optimiert, das Immunsystem stärkt und ebenso das Gemüt.