Naturheilpraxis
Gabriele Wieland
Heilpraktikerin
0621 1704558

Herz‑/ Kreislauf‑Störungen

Ein Fallbeispiel aus der naturheilkundlichen Praxis – mit Blick auf Ursachen, Wechselwirkungen und individuelle Situation.

Termin anfragen
Gabriele Wieland

Vorhofflimmern in der naturheil- Praxis?

Fallbeschreibung

Patientin, 50 Jahre, wacher Blick, klagt über massives Vorhofflimmern seit mehreren Monaten, das oft einen gesamten Tag anhält. Sie ist leicht übergewichtig, hat schon deutlich Gewicht reduziert, stressiger, verantwortungsvoller Job, verheiratet, Mutter eines Kindes.

Die Anamnese zeigt, dass initial ein starker grippaler Infekt bestand, wonach das „Herzrasen“ begann. Eine Poststreptokokkeninfektion mit nachfolgender Mitralklappenschädigung konnte ausgeschlossen werden. Bei der Frage nach einem doppelt angelegten Reiz‑Leitungs‑System bejaht sie.

Der Blutdruck der Patientin wird durch die üblichen Mittel gesenkt, was bei einem schon immer niedrigen Blutdruck von höchstens 120 zu 60 verwundert. Natürlich erhält sie Blutverdünner (als Vorbeugung gegen Thrombose/Embolie), Betablocker, Cholesterinsenker – das ganze Spektrum, was regelmäßig Herzpatienten verordnet wird.

Sie hat Schlafstörungen, ist unruhig und ängstlich, was ihrem sonstigen Naturell überhaupt nicht entspricht. Eine länger mit L‑Thyroxin behandelte Schilddrüsenunterfunktion wurde im Zuge der Behandlung erhöht.

Mir gegenüber sitzt eine selbstbewusste, sich als „Versuchskaninchen“ fühlende Person, wohl wissend, dass man lediglich noch eine Ablation anbietet.

(Quellenhinweis aus dem Originaltext: tachycardie.de und uni‑heidelberg.de – bitte bei Bedarf selbst recherchieren.)

Warum „Ausprobieren“ hier nicht reicht

In ihrer Verzweiflung möchte sie Akupunktur oder sonst eine homöopathische, alternativmedizinische Behandlung ausprobieren. Leider ist hier „Ausprobieren“ die absolut falsche Idee. Homöopathie, Akupunktur oder andere naturheilkundliche Maßnahmen sind immer ausgleichend wirksam. Wie sollen sie das bei einer derartigen Medikation? Was macht diese Medikation überhaupt?

Gedankengang zur möglichen Wechselwirkung

Der Vorgang stellt sich folgendermaßen dar: Die Patientin hat tagelang dauerndes Vorhofflimmern. Der Blutdruck wird gesenkt, die Chemo‑Rezeptoren in der Aorta und den Karotiden melden der „Schaltzentrale“, dass zu wenig Volumen/Blutdruck da ist – und diese erhöht den Impuls ans Herz: Es soll mehr schaffen.

Das ohnehin doppelt innervierende, völlig irritierte Reizleitungssystem beruhigt sich keineswegs, sondern steht unter „Dauerstrom“ und stimuliert den Vorhof immer neu (Flimmern). Übersetzt heißt das: Hier liegt der Grund für die genau gegenteilige Auswirkung von blutdrucksenkenden Medikamenten (in jedem Beipackzettel nachlesbar).

Da die Medikation in diesem Falle seit Monaten ohne Erfolg ist und das Herz Dauerlauf praktiziert, müsste ein verantwortungsvoller Mediziner die Strategie ändern. Die Wahrscheinlichkeit ist gegeben, dass der Herzmuskel sich wie jeder stark trainierte Muskel vergrößert – was die Gefahren einer drohenden Herzinsuffizienz durch nicht mehr vollständig schließende Klappen und damit Pendelblut erhöht; eine folgende Dilatation und irreversible Herzmuskelschwäche mit extremer „negativer“ Rückkopplung kann sich potenzieren.

Des Weiteren ist die Medikation der Schilddrüsenunterfunktion ein zu bedenkendes Thema. Die L‑Thyroxin‑Medikation, die die Herzfrequenz potentiell erhöhend beeinflusst, müsste engmaschig im Labor überwacht werden.

Hinweis: Diese Darstellung ist eine naturheilkundlich‑systemische Einordnung des Originaltexts und ersetzt keine kardiologische Diagnostik oder ärztliche Therapieentscheidung.

Systemisch denken: Ursache suchen

Wer biologisch denken und den Körper verstehen möchte, wird immer die Ursachen erforschen und behandeln. Gerade bei Herz‑Kreislauf‑Problemen ist der Eindruck entstanden, dass bei Vernachlässigung der individuellen Problematik streng nach Vorgabe medikamentiert wird.

In einem sehr ähnlichen Fall mit nächtlichen Attacken und ebenfalls doppelt angelegtem Reiz‑Leitungs‑System konnte ich mit Dorntherapie und Akupunktur sofortige und vor allem bleibende Erfolge erzielen. Hier allerdings kannte mich der Patient seit Jahren und stand nicht unter einer derartigen Medikation.

Alltag im Gesundheitssystem

Die Klage der Patientin, ihr würde nicht einmal jemand beim Arzt richtig in die Augen sehen, lässt mich wie so oft die Schulmediziner in Schutz nehmen: Häufig fehlt Zeit – und es besteht die Sorge, von vorgegebenen Regeln (z. B. NYHA) abzuweichen.

Hier zeigt sich der Alltag unseres Gesundheitssystems, der trotz herausragender medizinischer Forschung und Entwicklung gewiss an der einen oder anderen Stelle optimieren ließe.

Gerade im Falle der routinemäßig eingesetzten Herz‑Kreislauf‑Medikamente möchte ich außerdem anregen, die Auswirkungen des damit erzielten niedrigen Riva Rocci auf eine latent chronische Minderversorgung des Gehirns (was viele Patientinnen und Patienten über Müdigkeit dokumentieren) und damit steigender Demenz‑Fälle zu prüfen.

Hinweis: Bei akuten Beschwerden wie Brustschmerz, Atemnot, Kollaps, neurologischen Ausfällen oder starker Verschlechterung bitte sofort ärztliche Abklärung / Notfall.

Herz‑lich, Ihre Heilpraktikerin aus Mannheim, Gabriele Wieland